Trauer um Ewald Kübler

Unser Ehrenmitglied und Ehrensenator Ewald Kübler ist am 24. Mai 2021 verstorben.

Ewald Kübler, Ehrensenator der Hochschule Esslingen, taufte am 24. Oktober 1993 unseren Discus auf den Namen „Emil Reiber“ (ebenfalls Ehrensenator der HSE). Er war ein großer Unterstützer der FTAG, sowohl privat als auch über den Verein der Freunde der Hochschule, insbesondere bei der Anschaffung des Täuflings, sowie des Ventus. Er wurde anlässlich der Taufe zum Ehrenmitglied ernannt und war lange Zeit noch gerne Gast.

Die FTAG trauert um Ewald Kübler.

SoLa 2021 in Haiterbach-Nagold

26 Teilnehmer, 197 Starts, 48:30 Flugstunden, 2 Freiflüge, 2 Seilrisse. Das sind nur ein paar Zahlen zum Sommerlager 2021. Trotz des durchwachsenen Wetters in der ersten Lagerwoche gab es doch einige Highlights und Anlässe zum Feiern. Am Rande des Schwarzwalds, etwas ausserhalb von Nagold liegt auf einem Hügel das Fluggelände Haiterbach-Nagold mit einer kurvigen Start- und Landebahn mit dem Tal in der Mitte. Die Hausbärte über den Feldern und der Waldkante sind zuverlässig. Wie auch im Juli regnet es in der ersten Augustwoche fast täglich. Die Lagerteilnehmer lassen sich davon jedoch wenig beeindrucken. Es wird geschult und die Familien die zusammengekommen sind haben eine großartige Zeit zusammen. Wegen des durchwachsenen Wetters musste oft früher abgebaut werden, was den Modellfliegern jedoch oft die Gelegenheit gab ihre ferngesteuerten Flieger auszupacken.

Das Campinggelände liegt direkt neben dem Start was es den Familien ermöglicht hautnah am Flugbetrieb teilzunehmen. Beim Kochen war besonders Waldos Paella Pfanne begehrt, auch für Schupfnudeln oder Kässpätzle.

Weitere Erfolge:

In der ersten Woche fliegt sich John, welcher sich später den Spitznamen „Tankwart“ verdienen wird, frei und fliegt wenig später auf dem Astir. In der zweiten Woche flog sich Küken ebenfalls frei. Bart konnte seine Lizenz aufrecht erhalten und schaffte mit 2h54min den längsten Flug. John „Tankwart“ und Julius „Winfried“ haben mit dem Windenführerschein begonnen. Däumchen, Tankwart und Winfried haben erfolgreich die Aussenlandeübung abgeschlossen Ein weiteres Higlight war Zischis Poolheizung Marke Eigenbau, welche besonsers bei der Aktivitas beliebt war. Wie schon letztes Jahr fand am 12. August ein Sunrise fliegen statt wobei der erste Flieger um 04:12 UTC gen Himmel aufstieg.

Ein Besonderer Dank geht an Flödl für sein Engagement als Windenfahrer. Auch über die Besuche der passiven alten Herren haben sich die Lagerteilnehmer sehr gefreut.

JP

Werner Schaufler GmbH

Vielen Dank an die Firma Werner Schaufler GmbH aus Dettingen, welche der FTAG für die Haubenreparatur des Astirs freundlicherweise ein kleines Reparaturset bestehend aus Acryfix 2R0190 und CA0020 gespendet hat. Florian Kossack ist die Reparatur einwandfrei gelungen. Man muss schon sehr genau hinsehen, um den Riss wieder zu finden 😉

JP

Danke an Mankiewicz, Hersteller von NEXTEL

Vielen Dank an die Firma Mankiewicz, welche uns freundlicher Weise mit ihrem NEXTEL Innenraum-Lack unterstützt hat. Dank des grauen NEXTEL-Lacks sieht unsere ASK21 D-3467 aus wie neu. Zitat auf dem Flugplatz: „Habt ihr eure ASK zur Überholung gegeben?“ „Nein, das haben wir selber gemacht“

FF

Spendenaufruf für ELT

Auf der Crowdfunding-Website betterplace.org haben wir eine Spendenaktion zur Anschaffung eines neuen ELTs für den Motorsegler ins Leben gerufen. Jeder Spender erhält eine Spendenbescheinigung und kann selbst über die Höhe der Spende entscheiden, und ob er anonym spenden möchte oder nicht. Wir freuen uns über jeden einzelnen Euro, der uns dabei hilft das Fliegen noch sicherer zu machen!

Die Spendenaktion findet ihr hier: http://www.betterplace.org/de/projects/92511

FF

Zweite erfolgreiche E16 B Testfahrt

Rasante Beschleunigung liefert die permanenterregte 10kW Axialfluss E-Maschine in Verbindung mit einer kurzen Übersetzung [Foto: John Pausder]

Vergangene Woche konnten wir die zweite erfolgreiche Testfahrt unseres Erprobungsträgers E16B begehen. Es handelt sich dabei um ein Quadbike, das von uns elektrifiziert wurde und dazu dient, den Antriebsstrang unseres E-Lepo Projektes E16 zu testen. Nach einer sehr kurzen ersten Testfahrt noch im November standen diesmal das Thermomanagement der Komponenten Motor, Inverter und Batterie sowie die Entladerate der Batterie im Fokus. Es zeigte sich bereits eine sehr gute Fahrleistung die Lust macht auf mehr. Auch die Batterie zeigte eine der Berechnung entsprechende Entladerate, was auf eine ausreichende Reichweite für den Rückholbetrieb auf dem Flugplatz schließen lässt. Kleinere Probleme gab es mit dem Verhalten des Gaspotis und der Stall-Protection des Reglers, die uns gegen Ende der Versuchsfahrt immer öfter den Spaß verderben wollte. Wir sind aber zuversichtlich diese Probleme mit einer Änderung einiger Software-Parameter im Inverter beheben zu können. Der Antriebsstrang zeigt sich bis jetzt im Großen und Ganzen aber als geeignet für unser Vorhaben mit dem eigentlichen Fahrzeug E16 A, das ja ebenfalls Quadbike-Komponenten als Fahrwerk verwendet. Hier sind wir im Moment voll mit der Detailkonstruktion beschäftigt und planen fest, das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit aufbauen und im kommenden Flugbetrieb verwenden zu können. An dieser Stelle sei auch noch unserem AH-Mitglied Manfred Knauß ganz herzlich gedankt, der uns den Antriebsstrang und das zweite Quadbike zur Erprobung gespendet hat! Wir freuen uns darauf, bald über weitere Testfahrten und Baufortschritte berichten zu können.

SZ

Frohe Weihnachten!

FK

Drei neue Ehrenmitglieder

Die Mitgliederversammlung hat an der Jahreshauptversammlung am 23.10. Hartmut Berlet und Ernst Eberhardt zu Ehrenmitgliedern und Hartwig Schnabel zusätzlich zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank für das jahrelange Engagement im Verein – Ernst ist dem Verein 1959 beigetreten, 1962 folgten Hartwig und Hartmut.

Hartmut Berlet, Hartwig Schnabel, Ernst Eberhardt

FF

Ende der Saison 2020

31.10.2020

Am Samstag konnten wir ein letztes Mal in dieser Saison das schöne Wetter auf der Alb nutzen. Auf der ASK wurde fleißig geschult, der Astir wurde geflogen und der Duo wurde zum Hochleistungsplatzrunden fliegen und ein bisschen Spritverbrennen ein wahrscheinlich letztes Mal in 2020 aufgebaut.

Am Ende des Tages wurden im aufgehenden „Blue-Moon“ die bereits taubefallene ASK und der Astir abgebaut, um für die Winterwartung in die Werkstatt gebracht werden zu können.

FF

Idaflieg Herbstschulungslager 2020

Von Stefan „Zischi“ Zistler

Aller widrigen Umstände zum Trotz und durch viel Herzblut und Aufwand des Orga-Teams, das das Projekt nicht ohne Kampf für dieses Jahr aufgegeben hat, fand vom 03.-18. Oktober 2020 das Idaflieg Herbstschulungslager unter Beteiligung der Akafliegs Karlsruhe, München, Aachen, Darmstadt, Hannover, Stuttgart und Esslingen auf dem Flugplatz Rheinstetten statt. Von der FTAG waren zwei Flugzeuge, ein Fluglehrer und drei Flugschüler am Geschehen beteiligt.

Es ist fast überflüssig zu erwähnen, wie viel zusätzlichen Aufwand die Pandemie in die Organisation und die Durchführung des Lagers gebracht hat. Es galt, ein Hygienekonzept zu erstellen, Gruppen wurden eingeteilt, Räumlichkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten gesucht, Testergebnisse abgewartet … Und so war diesmal natürlich Alles ein klein wenig anders; übernachtet wurde in kleinsten Gruppen bei den Einheimischen, gegessen und gebrieft wurde im Freien und auch der Flugbetrieb fand in getrennten Gruppen statt, um eine Durchmischung weitestgehend zu verhindern. Man kann es jedoch nicht verheimlichen: das gemeinsame Zusammensein in der Werkstatt nach dem Flugbetrieb war einfach durch nichts zu ersetzen, das hat uns wirklich schmerzlich gefehlt.

Dafür war der Flugbetrieb an sich wieder sehr erfolgreich und lehrreich für alle Beteiligten. Das Wetter lies es tatsächlich zu, dass an beinahe allen Tagen geflogen wurde. Und das fast immer von 9:00 bis 18:00 Uhr! Auch für so manchen Fluglehrer unter uns, der den trägen Vereinsbetrieb am Wochenende gewohnt ist, war es eine wahre Grenzerfahrung, 10 oder mehr Tage am Stück bis zu 20 Schulungsstarts am Tag zu machen.

Jeden Tag auf Neue angetrieben und motiviert haben uns Lehrer allerdings wieder die unglaubliche Motivation und der nicht zu brechende Tatendrang der Flugschüler.  Einfach jeder der Teilnehmenden wollte so viele Starts wie möglichaus dem Lager rausholen, und so wurde mit größtem Fleiß Winde gefahren, Seile geholt, Flugzeuge aufgebaut, geflogen und mit viel zu schnellen Lepos zurückgezogen. Mancher FI fürchtete sogar schon um sein Statussymbol (FI-Bauch), das durch die viele körperliche Ertüchtigung zeitweise sehr gefährdet war. Es hat aber einfach wahnsinnig Spaß gemacht, mit einer so motivierten Truppe den Flugbetrieb zu gestalten!

Ein besonderes Merkmal des HeSchuLa ist auch immer, dass bei außergewöhnlichen Bedingungen geflogen wird, bei denen normalerweise kein ziviler Flugsportler auch nur das Haus verlässt. So sind Windenstarts bei 200m Wolkenuntergrenze und leichtem Regen nicht ungewöhnlich. Flüge bis kurz vor Sunset sind an der Tagesordnung. Auch die obligatorischen Starkwindtage waren vorhanden, die teilweise Luvwinkel von 30° forderten, um die Richtung über Grund zu halten.

Flüge unter diesen Bedingungen sind nicht selbstverständlich und tragen viel dazu bei, dass die Schüler Erfahrungen mit ihnen sammeln und ihre persönlichen Grenzen verschieben können. Auch für die Lehrer ist es immer wieder eine Herausforderung zu entscheiden, bis wann ein sicherer Betrieb möglich ist.

Die Sicherheit stand natürlich wie immer an erster Stelle und so wurde auch bei diesem HeSchuLa ein Fokus auf ausführliche Briefings und Debriefings, offene Fehlerkultur und die Qualität der Ausbildung gelegt. Hierbei war wieder ein sehr professionelles Handeln aller Beteiligten festzustellen und es konnten immer konstruktive Diskussionen geführt werden!

Als sonstiges Highlight hatten wir dieses Jahr sogar zeitweise eine eigene Schleppmaschine für gelegentliche Kunstflüge und Trudeleinweisungen. Vielen Dank an dieser Stelle für die unbändige Motivation des Schlepppiloten der Akaflieg Stuttgart, der auch viele neue Erfahrungen beim Umgang mit den Lotsen aus Strasbourg und den marginalen Wetterbedingungen sammeln konnte.

In die Geschichtsbücher eingehen dürfte dieses Jahr auch die Gesamtzahl an während dem Flugbetrieb bestellten Pizzen und Dönern, die die Moral der Truppe über die Mittagszeit immer sehr steigern konnten. Durch diese Maßnahme konnten unter anderem auch die Statussymbole der FI´s vor dem Verfall bewahrt werden.

Ebenfalls sehr attraktiv war die Auswahl an Flugzeugen sowohl für die Schüler als auch die Scheinpiloten. Zur Verfügung standen die Typen DG1000, ASK21, Jeans Astir, AK-5b, AK-5, AK-8, Glasflügel Hornet sowie dankenswerter Weise für Fortgeschrittene die ASG32 und ASG29 der Akaflieg Karlsruhe.

Alles in allem stand dieses HeSchuLa fliegerisch in keiner Weise den Vergangenen nach. Es wurden viele tolle Flüge gemacht, zwei erste Alleinflüge und unzählige Typenkäschtle konnten verzeichnet werden. Zahlreiche neue Unterschriften in den Ausbildungsnachweisen zeugen vom Ausbildungserfolg der teilnehmenden Flugschüler, die sich vielseitig weiterbilden konnten. Wir sind voller Hoffnung, dass die unzureichende Geselligkeit nächstes Jahr nachgeholt werden kann. Immerhin hatten die Einschränkungen natürlich auch etwas Gutes: das Heschula ist letztendlich ohne Corona-Fall geblieben!

 Zu guter Letzt gilt es noch, den zahlreichen Menschen zu danken, die das Heschula in seiner diesjährigen Form wieder ermöglicht haben. Angefangen selbstverständlich beim Orga-Team über die freiwilligen Flugleiter, Windenfahrer, Schlepppiloten und Fluglehrer hin zu den zahlreichen Schülern und Scheinpiloten, die mit ihrer Teilnahme ja erst die Notwendigkeit für das Lager geschaffen haben.

Wir freuen uns schon sehr auf das Heschula 2021, mit genauso motivierten Teilnehmern, interessanten Wetterbedingungen, vielseitigen Eindrücken und tollen und sicheren Flügen!

SZ