Endlich an die Winde!

2025 war ein gutes Jahr für den ApisJet und sein Team. Mit dem Einbau und dem anschließenden Belastungstest der Schwerpunktkupplung im Februar erreichten wir einen weiteren wichtigen Meilenstein und legten damit das Fundament für die ersten Windenstarts.

Der Belastungsversuch in der Werkstatt konnte sogar von zu Hause aus mitverfolgt werden – im Livestream, ungeschnitten, ein wenig chaotisch, aber genau deshalb authentisch. FTAG eben. Mithilfe von DMS an ausgewählten Strukturstellen sowie unserer bewährten Seilkraftmessdose wurde der Belastungszustand kontinuierlich überwacht. Die Lastfälle umfassten einen seitlichen Zug mit MTOW sowie zwei Züge von vorne bei 0° Seilwinkel und 75° zur Längsachse mit jeweils 900 daN. Unsere E17 meisterte alle Versuche ohne Murren, Knacksen oder erkennbare Verformungen der Rumpfstruktur und qualifizierte sich damit für den Windenstart an der blauen Sollbruchstelle.

Nach weiteren intensiven Nachtschichten konnten schließlich auch die Ansteuerung der Schwerpunktkupplung sowie die erforderlichen Nachweise abgeschlossen werden. Die heiß ersehnte VVZ erreichte uns – dank SREDS (Smart Roadster Express Delivery Service (Danke Blinker und Zähnchen)) und FTAB (Flugtechnische Außenstelle Braunschweig (Danke Däumchen)) – buchstäblich einen Tag vor dem ersten Windenstart.

Am nächsten Tag ging es nach Grabenstetten. Unter dem Motto „Winch me up Zischi“ absolvierte der ApisJet erfolgreich seine ersten Windenstarts. Das Verhalten an der Winde zeigte sich äußerst zufriedenstellend: keine Aufbäumneigung, kein „Pumpen“, jederzeit sauber aussteuerbar. Nach dem vierten Start war an diesem Tag jedoch Schluss – eine spontane Hauptradmanteldesintegration setzte dem Flugbetrieb ein jähes Ende.

Unterm Strich überwog dennoch die Zufriedenheit. Die abschließende Windenstarterprobung sollte auf dem Sommertreffen erfolgen.

Volle Konzentration beim Belastungsversuch

Der erste Windenstart der E17 – Für solche Momente lohnen sich die zahlreichen schlaflosen Nächte allemal :)